Jun 19

Fahrbericht Renault Scénic dCi 130

Mit neuem Motor

ist der Famlienvan

noch dynamischer

und sportlicher

 Von Lothar Jungmann

Renault hat einen neuen 1,6-Liter-Dieselmotor entwickelt. Der Energy dCi 130 mit Start & Stop-Automatik ersetzt den dCi-130-Motor mit 1,9 Litern Hubraum ersetzen und verbraucht ein Fünftel weniger Kraftstoff. Im Scénic und Grand Scénic ermöglicht das neue Triebwerk mit 96 kW (130 PS) Leistung einen kombinierten Verbrauch von 4,4 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer (nach EU-Norm). Die CO2-Emissionen betragen 115 Gramm pro Kilometer. Wir fuhren den neuen Motor in dem Grand Scénic Energy Edition Bose dCi 130.

Das neue Aggregat passt sehr gut zu dem Kompaktvan. Es arbeitet leise und kraftvoll und reagiert auf jeden kleinsten Druck auf das Gaspedal.Das serienmäßige Sechsgang-Getriebe zeichnet sich kurze und präzise Schaltwege aus und ermöglicht ein sportlich-dynamisches Fahren. Ebenfalls gut zeigt sich das Federungsverhalten: Straff in den Kurven und komfortabel beim Dahingleiten auf der Autobahn. Seine Leistung von 130 PS ist völlig ausreichend für den Grand Scénic.

Das neue kamerabasierte Visio-System kann, Unfälle zu verhindern. Dieses System beinhaltet den Spurhalte- und den Fernlicht-Assistenten. Der Spurhalte-Assistent aktiviert bei Gefahr ein akustisches und visuelles Warnsignal. Der Fernlicht-Assistent erkennt die Lichter entgegenkommender Fahrzeuge ebenso wie nächtliche Straßenbeleuchtung und blendet gegebenenfalls die Scheinwerfer ab.

Ab Werk ist die Baureihe mit der Berganfahrhilfe Hill Start Assist ausgerüstet. Sie schaltet sich automatisch ein, sobald das Fahrzeug an Steigungen stoppt, und hält das Fahrzeug zwei Sekunden lang fest, bis der Fahrer wieder anfährt.

Die neue Generation des Scénic und Grand Scénic ist an der modifizierten Frontpartie zu erkennen. Optional sind LED-Tagfahrlichter verfügbar. Beim Scénic kennzeichnet zusätzlich die modifizierte Heckansicht mit neuen Rücklichtern den neuen Modelljahrgang. je nach Ausstattung komplettieren darüber hinaus Karosserie- und Anbauteile in Glanz-Schwarz sowie Chromelemente an Front, Heckklappe und Seitenschutzleisten den optischen Auftritt. Bei der Langversion Grand Scénic unterstreicht die von horizontalen Linien geprägte Front den eigenständigen Charakter. Für Frischluft-Fans gibt es einen großes Glasschiebedach, das viel Licht und Luft in den Fahrgastraum lässt.

Im Vergleich zum Vorgängertriebwerk, das im Scénic 5,5 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer benötigte (Grand Scénic: 5,6 l/100 km) und 145 Gramm CO2 pro Kilometer ausstieß (Grand Scénic: 149 g/km), kommt der 1,6-Liter-Motor an Bord des Kompaktvans pro 100 Kilometer mit 1,1 bzw. 1,2 Liter Diesel weniger aus. Die mögliche Reichweite bei einem Tankinhalt von 60 Litern erhöht sich hierdurch um 273 Kilometer bzw. 292 Kilometer (Grand Scénic) auf 1363 Kilometer.

Der Renault Scénic und Grand Scénic Energy dCi 130 Eco2 absolvieren den Spurt von null auf 100 km/h in 10,3 bzw. 10,5 Sekunden (Grand Scénic 7-Sitzer: 11,1 s). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt jeweils 195 km/h. Das maximale Drehmoment von 320 Newtonmetern liegt bei 1750 Umdrehungen in der Minute an. Rund 80 Prozent des Drehmomentmaximums stehen bereits bei 1500 U/min zur Verfügung.

Renault verspricht niedrige Betriebskosten durch Inspektionsintervalle von 30 000 Kilometern und die Verwendung einer wartungsfreien Steuerkette. Abhängig von der Fahrweise kann das Ölkontrollsystem aber in Ausnahmefällen zu einem vorgezogenen Ölwechsel auffordern, teilte Renault mit.

Der Renault Grand Scénic ist ab 25.150 Euro zu haben.

Übrigens: Mit den aktuellen Downzising-Triebwerken aus der ENERGY-Familie setzt Renault Maßstäbe für Effizienz und Umweltschonung bei Serienfahrzeugen. Darüber hinaus hält die französische Marke als Motorenlieferant des Red Bull Racing Teams seit zwei Jahren den Weltmeistertitel in der Formel 1. Die hochmodernen Renault Aggregate von heute stehen in einer langen Tradition wegweisender Ingenieurs­kunst, die Louis Renault selbst begründet hat: Vor 110 Jahren konstruierte er einen robusten Zweizylinder, weil er seine Automobile mit eigenen Motoren ausrüsten wollte. Seitdem hat Renault auf der Straße und im Rennsport immer wieder mit bahnbrechenden Aggregaten auf sich aufmerksam gemacht.

Fotos (4): Lothar Jungmann

 

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