Jan 5

Neueste Generation des Mazda3: Feinschliff im Kompaktsegment

mazda-3-vornKomfort und

Qualität wurden

erfahrbar aufgewertet

Von Lothar Dönges

Mazda hat seinem 3er den zur Halbzeit üblichen Feinschliff verpasst. Zum Modelljahr 2017 werden die Technik (unter anderem City-Notbremsassistent von 30 auf 80 km/h erweitert), der Komfort und die Qualität spürbar aufgewertet. Die Markteinführung ist in Deutschland für den 3. und 4. Februar vorgesehen. Gezielte Design-Änderungen an Front und Heck kombiniert der Japaner mit erweiterten Assistenzsystemen und neuen Komfortfeatures wie einer Lenkradheizung und einem optimierten Head-up-Display mit Verkehrszeichenerkennung. Hinzu kommt G-Vectoring Control für mehr Handling-Präzision, Fahrdynamik, Stabilität und Fahrkomfort.

mazda-3-seiteDer Mazda3 ist weiterhin als viertürige Limousine und fünftüriges Schrägheckmodell erhältlich. In Deutschland erwartet Mazda, dass sich 95 Prozent der Käufer für die Schrägheckvariante des in der dritten Generation gebauten Bestsellers entscheiden. Bei den Ausstattungslinien hat der Kunde nun die Wahl zwischen „Prime-Line“ (ab 17 990 Euro), „Center-Line“ (ab 21 090 Euro), „Sports-Line“ (ab 24 390 Euro) und der neu eingeführten „Exclusive-Line“ (ab 22 990 Euro).

Geblieben sind auch beim neuen 3er die weit nach hinten versetzte Fahrerkabine und das Kodo-Familiengesicht. Das wirkt jetzt mit dem dreidimensionalen, stärker konturierten Kühlergrill und den schmaleren, blendfreien und größere Flächen ausleuchtenden Scheinwerfern markanter. Ab der Exclusive-Line verleihen Voll-LED-Scheinwerfer der Frontpartie einen technologischen Anstrich. Die automatisch anklappbaren Außenspiegel (Serie ab Exclusive-Line, optional für Center-Line) enthalten jetzt LED-Blinker, die von vorn besser sichtbar sind.
Das Interieur-Konzept kombiniert Geräumigkeit und Komfort. Im Innenraum werden hochwertigere mazda-3-armaturenMaterialien verwendet. Das betrifft die Einfassungen der Türgriffe, die Schalterflächen in den Türen sowie die insgesamt weichere Anmutung der verwendeten Materialien.Im auf den Fahrer zugeschnittenen Cockpit liegt das Lenkrad – optional beheizbar – griffiger in der Hand. Mit der Einführung der elektrischen Parkbremse fällt der klassische Handbremshebel weg. Das schafft Platz und Gestaltungsfreiheit für die neue Mittelkonsole und Ablagen.

In der höchsten Ausstattung Sports-Line ist das Head-up-Display serienmäßig enthalten. Es zeigt nun auch die Informationen der neuen Verkehrszeichenerkennung farbig im direkten Blickfeld des Fahrers an. Ab der Center-Line ist das „MZD Connect System“ inklusive Sieben-Zoll-Farb-Touchdisplay und Multi Commander an Bord, was den mobilen Zugriff auf zahlreiche Internet- und Social-Media-Funktionen ermöglicht.
Für den Antrieb stehen die beiden Dieselmotorisierungen Skyactiv-D 105 (105 PS) und Skyactiv-D 150 (150 PS) zur Wahl. Durch die neue Verbrennungssteuerung wurden die typischen Dieselgeräusche und -vibrationen erfolgreich unterdrückt, während die ebenfalls neue Gaspedalsteuerung das Ansprechverhalten auf Gasbefehle verbessert. Der Kraftstoffverbrauch bewegt sich nach aktueller Messmethode zwischen 3,8 und 4,8 Litern bei CO2-Emissionen zwischen 99 und 127 g/km.
Auf Benziner-Seite stehen drei Direkteinspritzer in einem Leistungsspektrum von 100 bis 165 PSmazda-3-hinten zur Auswahl. Die Normverbrauchswerte liegen hier bei 5,1 bis 5,8 Litern (CO2 119 bis 135 g/km).Neben dem Sechsgang-Schaltgetriebe steht je nach Motor auf Wunsch die Sechs-Stufen-Automatik parat. Das Start-/Stopp-System ist in allen Varianten an Bord. Der stärkste Benziner ist zudem ab Werk mit der Bremsenergierückgewinnung ausgerüstet.

Der agile Selbstzünder verbirgt gekonnt seine Identität
Während der Fahrt mit dem kleinen Diesel machte sich das jetzt niedrige Geräuschniveau positiv bemerkbar. Der Selbstzünder verbirgt hinter der Isolation und Schwingungsdämpfung gekonnt seine Identität. Wenn es um die Fahrleistungen geht, kehrt er die positiven Dieselattribute hervor: Das Ansprechverhalten, die Beschleunigung und die Durchzugskraft überzeugen.

Der Feinschliff hat dem Mazda3 gut getan, lässt dabei aber die Besitzer der aktuellen Generation nicht mit einem vermeintlich veralteten Design „im Regen stehen“. Die Verbesserungen im Detail können dennoch so manchen Fahrer der aktuellen Baureihe in Versuchung führen, seinen aktuellen 3er gegen den neuen einzutauschen.

Fakten und Technik

Mazda3 Skyaktiv-D 105 (Schrägheck)
Maße: 4,47 m/1,80 m/1,47 m (Länge/Breite/Höhe)
Radstand: 2,70 m
Motor: Vierzylinder-Diesel, 1499 ccm
Leistung: 105 PS bei 4500 U/min
Max. Drehmoment: 420 Nm bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 11,0 Sek.
Durchschnittsverbrauch: 3,8 Liter
Effizienzklasse: A+
CO2-Emissionen: 99 g/km (Euro 6)
Leergewicht/Zuladung: 1335 kg/610 kg
Kofferraumvolumen: 364 bis 1263 Liter
Max. Anhängelast: 1300 kg
Preis: ab 23 490 Euro

Fotos (4): Lothar Dönges

 

 

Rück- und Ausblick von Mazda-Geschäftsführer Bernhard Kaplan

Der Automobilhersteller Mazda hat im abgelaufenen Jahr sein Verkaufsziel in Deutschland mit bernhard-kaplanmehr als 63 000 Autos und einem Marktanteil von knapp zwei Prozent erreicht. Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Japaner damit eine Steigerung von mehr als zehn Prozent. Weltweit ist der im Kompakt-Segment antretende Mazda3 mit 460 000 Einheiten/Jahr der meistverkaufte Mazda vor dem SUV CX-5 mit 370 000 Einheiten. Seit der Einführung der ersten Mazda3-Generation im Jahr 2003 lief das Auto über fünf Millionen Mal vom Band.

In Deutschland verkaufte sich der VW Golf- und Opel Astra-Konkurrent seit der Markteinführung der aktuellen Generation im Herbst 2013 über 40 000 Mal – und das, obwohl Mazda von diesem Modell keine Kombi-Version anbietet.

Nach Abzug der Kombi-Verkäufe und der Premium-Modelle gingen in diesem Segment im Jahr 2015 knapp über 311 000 Fahrzeuge über den Ladentisch. „Das sind fast zehn Prozent des Gesamtmarktes. Daher ist es für uns wichtig, hier mit einem attraktiven und wettbewerbsfähigen Produkt vertreten zu sein“, sagt der Geschäftsführer von Mazda Motors Deutschland, Bernhard Kaplan. Er freut sich über den Mazda3-Segmentanteil von vier Prozent im Schnitt sowie über die Rest-Bewertung von 53 Prozent nach drei Jahren/60 000 Kilometer, mit der der Mazda3 eine Spitzenposition einnimmt.

Weiteren Aufschwung, insbesondere auch im Bereich der gewerblichen Kunden durch den kleinen Diesel, erhofft er sich von der Anfang Februar auf den Markt kommenden neuen Generation des 3ers. Dabei ist es für ihn wichtig, dass sich rund 30 Prozent der Käufer für die hochwertige Ausstattung Sports-Line und die Premium-Lackierung Rubinrot entscheiden.

Der Mazda-Bestseller in Deutschland war in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres aber nicht der 3er. Er brachte es im genannten Zeitraum auf 10 300 Zulassungen und landete damit hinter dem SUV CX-5 mit 14 200 und dem Crossover CX-3 mit 12 200 Verkäufen. Auf den Plätzen folgten der Mazda2, Mazda6 und der Roadster MX-5.

Für den aktuellen 3er sieht Kaplan den Autobauer Mazda gut aufgestellt. Mit dem Update 2017 schließt der Kompakte zur Mittelklasse-Limousine Mazda6 bezüglich der Technik und Ausstattung auf. Insbesondere auf der Motorenseite sieht Kaplan mit den von Mazda entwickelten Skyactiv-Maschinen noch viel Potenzial. Der Geschäftsführer erwartet mit diesen Aggregaten noch deutliche Verbrauchs- und damit CO2-Reduzierungen.

Dennoch arbeiten die Japaner auch an einem Elektrofahrzeug, das 2019 auf den Markt kommen soll. „Wir bleiben am Ball“, verspricht Kaplan. Aber auch: „Künftige Entwicklungen gehen auf keinen Fall zu Lasten des Fahrspaßes.“ (ld)

Foto: Mazda

 

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