Okt 13

Mazda6: Das Flaggschiff fährt mit Hightech ins neue Modelljahr

msazda6-rot-seiteStressfreier mit

G-Vectoring Control

Limousine und Kombi

zum selben Preis

Von Lothar Dönges

Der Mazda6 ist und bleibt das Aushängeschild unserer Marke – auch und insbesondere hinsichtlich des Designs und der Technik.“ Mazda Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Kaplan ist stolz auf sein Flaggschiff, das sich zum Modelljahr 2017 so komfortabel und sicher wie nie zuvor präsentiert. Das Anfang 2013 eingeführte Spitzenmodell der Japaner verfügt nach einem „Feinschliff“ neben zusätzlicher Ausstattung und verbesserten sowie erweiterten Assistenzsystemen und Komfortfeatures als erstes Mazda-Modell in Deutschland über G-Vectoring Control – ein neues System, das Handling und Fahrdynamik gleichermaßen verbessert.

Im internen Ranking der Mazda-Modelle rangiert der Mittelklässler Mazda6 mit 4328 Verkäufen in denmazda6-kombiweiss ersten sieben Monaten dieses Jahres hierzulande hinter dem CX-5 (11 197), dem CX-3 (9904), dem Mazda3 (7692) und dem Mazda2 (6177). Nach der 6er-Baureihe folgt mit 3786 Zulassungen der neue Roadster MX-5, der im ersten vollen Verkaufsjahr zu einem fulminanten Verkaufserfolg zu werden scheint. Bis Ende August hat Mazda mit 43 133 Neuzulassungen (1,9 Prozent Marktanteil) den Vergleichszeitraum 2015 mit 13,9 Prozent übertroffen.

Der Mitte September eingeführte, technisch wesentlich verbesserte Mazda6 und der Anfang 2017 überarbeitet kommende Mazda3 sollen dazu beitragen, dass die Automacher aus Fernost weiterhin auf der Erfolgswelle schwimmen. In der Mittelklasse jedenfalls müssen sich Mitbewerber wie der Hyundai i40, Toyota Avensis, Peugeot 508 oder Renault Talisman „warm anziehen“, denn der mit den Verkaufszahlen schon jetzt vorne liegende Mazda6 hat sich schick gemacht.

Neue Systeme verbessern Handling, Stabilität und Fahrkomfort

Und auch technisch gibt es einige Up-Dates. Neben erweiterten Assistenzsystemen und den neuen Komfortfeatures wie einem verbesserten Farb-Head up-Display mit Verkehrszeichenerkennung sowie einer in den Top-Ausstattungen serienmäßigen Lenkradheizung bekommt der Mazda6 mit G-Vectoring Control eine Fahrdynamikregelung, die Handling, Stabilität und Fahrkomfort verbessert.

Die Beschleunigungskräfte beeinflussen die Mazda-Technik anders, als man das von vielen bisher eingesetzten Fahrdynamik-Systemen kennt. Sie arbeiten mit Bremsimpulsen, zum Beispiel bei dem elektronischen Sperrdifferenzial, bei dem die Bremse am kurveninneren Rad fürs leichtere Eindrehen sorgt. Unter- und Übersteuern werden ebenso ausgeglichen wie die Einflüsse vom Seitenwind. Die Mazda-Technik bügelt das ohne Bremseneingriff, dafür aber mit Hilfe des Motors aus. So bekommt beim G-Vectoring das kurvenäußere Rad mehr Moment zugeteilt. Der Effekt ist gleich: Das Auto dreht müheloser ein.

Kurvenwilligkeit und besseren Geradeauslauf mit dem Motor zu beeinflussen, sei nur mit dieser Technik zu erreichen, sagen die japanischen Entwickler. Nur Mazda-Motoren seien zu den notwendigen blitzschnellen Moment-Änderungen fähig. 40 Millisekunden brauchen die Motoren, um das geforderte Moment anzubieten. Der Mazda6 erhält das neue System als erstes Modell des Herstellers. Das nächste soll der Mazda3 sein, der in Kürze vorgestellt wird. Weitere Modelle werden folgen.

Ein bremsenbasiertes Sperrdifferenzial wird aktiv, wenn die Lenkung einen kleinen Tritt in die mazsa6-armaturenrichtige Richtung braucht – wegen der Sicherheit oder des Komforts. Das G-Vectoring ist dagegen immer aktiv. Beim Einlenken muss kein Rad mehr oder weniger mühevoll aus dem Geradeauslauf in die Kurve gedrängt werden. Das geschieht willig, weich und übergangslos, sehr elegant und sehr präzise von dem kleinsten Lenkradausschlag an. Beim Geradeausfahren fallen die meisten der auch auf normalen Wegstrecken üblichen Lenkkorrekturen weg. Weil das Auto weniger auf der Straße „arbeitet“, wird die Muskulatur des Oberkörpers weniger beansprucht, das Fahren wird für den Wagenlenker stressfreier. Die verbesserte Geräuschdämmung bei Wind-, Abroll- und Motorengeräuschen sorgt zusätzlich für einen Zugewinn beim Fahrkomfort.

Eine hochauflösende Kamera an der Windschutzscheibe, die die bisherige Lasertechnik ablöst, gibt die Einsatzbefehle im neuen Mazda6 an die Assistenzsysteme. Unter anderem an die Fernlichtautomatik, die Müdigkeitserkennung, den Spurhalte- und den Notbremsassistenten. Weitere aktive Systeme – im Lieferumfang enthalten oder gegen Aufpreis – sind die Ausparkhilfe, der Spurwechselassistent Plus, die adaptive Geschwindigkeitsregelung und der Bremseingriff, der nun bis 160 Stundenkilometer (bisher 145 km/h) arbeitet. Auf jeden Fall serienmäßig sind LED-Scheinwerfer, -Tagfahrlicht und -Nebellicht.

Wie bisher ist Mazdas Großer als viertürige Limousine und als geräumiger Kombi in drei Ausstattungslinien zum jeweils selben Preis erhältlich. Den Skyactiv-Benziner mit 145 PS, Frontantrieb und Sechsgang-Handschaltung in der „Prime-Line“-Ausstattung (darüber liegen „Exclusive-Line“ und „Sports-Line“) gibt es für 25 690 Euro. Die Top-Version Skyactiv Diesel mit 175 PS, Sechsstufen-Automatik und Allradantrieb in der „Sports-Line“-Version kann ab 43 090 Euro geordert werden. In Zukunft kommen mit deutlichen Preisvorteilen die Sonderausstattungen „Nakama“ und „Nakama Intense“ beim Kombi (ab 31 890 Euro) hinzu.

Die durchschnittlichen Verbrauchswerte liegen bei den Benzinern zwischen 5,5 und 6,4 Litern (CO2-Emissionen zwischen 129 und 150 g/km), bei den Dieseltriebwerken zwischen 3,9 und 5,4 Litern (CO2-Emissionen zwischen 104 und 129 g/km).

Fotos (3): Lothar Dönges

 

Fakten und Technik

Mazda6 Kombi Skyactiv-D 175 AWD i-Eloop
Maße: 4,81m/1,84 m/1,48 m (Länge/Breite/Höhe)
Radstand: 2,75 m
Motor: Turbo-Diesel, 2191 ccm

Leistung: 175 PS bei 3800 U/min
Max. Drehmoment: 420 Nm bei 2000 U/min
Geschwindigkeit: 0-100 km/h 11,8 Sek., max. 194 km/h
Verbrauch: 5,4 l
CO2-Emissionen: 143 g/km (Euro 6)
Kofferraum: 522-1648 l
Max. Anhängelast: 1600 kg
Wendekreis: 11,8 m
Preis: 43 090 Euro

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